Grenzen erforschen – Zwei Schülerinnen nehmen am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil

„Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ – so lautete das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Zwei unserer Schülerinnen, Hannah Lohr (Klasse 6a) und Rebecca Förster (Klasse 7a), haben sich dieser Herausforderung gestellt und ei-gene Forschungsarbeiten eingereicht.

Hannah widmete sich der Frage, wie die Grenzen zwischen Realität und Fiktion am Beispiel der Hexenverfolgung verschwimmen können. Sie konzentrierte sich dabei auf das Schicksal von Grietgen Haaks, der sogenannten „Hexe von Schiefbahn“. Grietgen Haaks wurde 1629 in der Niederheide als Hexe verbrannt, nachdem ihr vorgeworfen wurde, durch einen von ihr zubereiteten Zaubertrank den Tod eines Mädchens verursacht zu haben. Zudem wurden ihr ein schwerer Hagelschlag über Schiefbahn und der Tod dreier Kühe auf einem Nachbarhof zur Last gelegt. Hannahs Arbeit beleuchtet, wie solche Anschuldigungen in Zeiten der Unsicherheit entstehen und welche Parallelen sich zur heutigen Gesellschaft ziehen lassen.

Rebecca hingegen erforschte die Erlebnisse ihres Urgroßvaters als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Sie untersuchte, welche Grenzen der Menschlichkeit in Kriegszeiten überschritten wurden – sowohl von ihrem Urgroßvater als auch gegenüber ihm.

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, ausgerichtet von der Körber-Stiftung, ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland.

Er fordert Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen dazu auf, sich intensiv mit einem vorgegebenen historischen Thema auseinanderzusetzen und eigenständig Forschungsarbeiten zu erstellen. Ein er-folgreicher Wettbewerbsbeitrag zeichnet sich durch eine eigenständige Themenwahl, gründliche Recherche, kritische Analyse, eine strukturierte Darstellung der Ergebnisse sowie eine Dokumen-tation des Arbeitsprozesses aus.

Die eingereichten Arbeiten werden von einer Jury bewertet, und im Sommer wird bekannt gegeben, ob Rebecca oder Hannah einen Preis gewonnen haben. Unabhängig vom Ausgang haben beide Schülerinnen bereits jetzt Großartiges geleistet und gezeigt, dass Geschichte lebendig ist und uns alle betrifft. Wir drücken ihnen weiterhin die Daumen und sind stolz auf ihr Engagement!

GH