Im Rahmen des diesjährigen Spanienaustauschs am St.-Bernhard-Gymnasium trafen sich nach unserem Besuch in Logroño im Januar nun in dieser Woche jeweils 19 spanische und deutsche Schülerinnen und Schüler in Willich wieder. Die Logroño-Gruppe des Instituts I.E.S. Mateo Práxedes Sagasta war froh, dem spanischen Regen und heftigen Stürmen entkommen zu sein, denn bange Minuten lang stand der Abflug aus Bilbao auf der Kippe. In letzter Sekunde durfte die Maschine doch noch starten und kam durch den Rückenwind sogar früher in Düsseldorf an – Ankunft bei 20°C mit Sonnenschein!
Am Freitag geht eine für alle anstrengend-schöne Woche zu Ende, die mit sportlichem Mit- und Gegeneinander (Spanien gegen Deutschland bliebt eben immer ein Klassiker), mit einem Besuch des Bürgermeisters, der selbst als „Bernhardiner“ an dem Logroño-Austausch teilgenommen hatte, mit einem Besuch des Olympischen Museums sowie der Kölner Altstadt und des Trampolin-Parks gefüllt war. Die Schülergruppe bekamm einen Einblick in den deutschen Familien- und Schulalltag. Es ist spannend, bei so einer Begegnung kulturelle Unterschiede festzustellen, sich zu wundern oder etwas zu bewundern.
Auf die Frage an eine spanische Schülerin „Was findest du seltsam in Deutschland?“ antwortete sie spontan „El silencio“, wobei sie die Ruhe abends auf den Straßen, in den Bussen und vor allem im Klassenraum meinte. Die spanischen Kolleginnen Maribel García Alcoba und Yolanda Posedente García haben in diesem Jahr zum letzten Mal den Austausch organisiert, da sie bald in den Ruhestand gehen. Die am Austausch beteiligten Spanisch-Lehrerinnen Wieneke, Jover, Heller bedanken sich bei ihnen für die langjährige und herzliche Zusammenarbeit, bei den Eltern für die „vorübergehende Adoption“ eines weiteren Kindes und bei den Schülerinnen und Schülern für das Interesse und Erkunden der Lebenswelt ihrer jeweiligen compañeros. Und: Einige neue Vokabeln sind ja vielleicht auch dabei – letzte Chance beim Abschiedsabend in der Villa!
Unser Schüleraustausch legt den Grundstein für ein Kennenlernen. Ob daraus Freundschaften entstehen, ob es ¡Adiós! oder ¡Hasta la vista! heißt… das entscheidet jede(r) selbst.
(M.Heller)